Bei Sexproblemen auch an das Herz denken

Männer mit Diabetes sollten Potenzprobleme auch als Hinweis auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung sehen, wie eine Studie der Chinese University in Honkong zeigt. Von 2306 untersuchten Typ-2-Diabetikern, die keine Anzeichen für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall aufwiesen, litten rund 25 % an Erektionsstörungen - in Deutschland gehen Experten sogar von bis zu 50 % aus. In den folgenden vier Jahren erkrankten 123 Teilnehmer am Herzen. Männer aus der Impotenz-Gruppe waren doppelt so häufig betroffen wie andere.

Leckerer Schutz vor Diabetes

Die typische Mittelmeerkost kann das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, um bis zu 83 % senken. Das ergab eine Studie an der Universität von Navarra in Spanien. Die Wissenschaftler hatten die Ernährungsgewohnheiten von mehr als 13 000 Spaniern vier Jahre lang beobachtet.
Die wesentlichen Bestandteile der Mittelmeerkost sind reichlich Olivenöl, viel frisches Obst, Gemüse und Fisch - aber nur wenig Fleisch und Wurst.

Apotheken-Umschau: 1/09/08

Kaffee kann Diabetesrisiko senken

Kaffeetrinker erkranken offenbar seltener an Diabetes.
Dies zeigt die Auswertung zweier großer Studien an der Harvard Medical School of Public Health in Boston (Massachusetts/USA).Kaffee kann Diabetesrisiko senken

Am deutlichsten profitierten Männer, die täglich mehr als sechs Tassen Kaffe tranken: Ihr Diabetesrisiko reduzierte sich um die Hälfte.
Bescheidener Konsum von ein bis drei Tassen dagegen rief kaum Wirkung hervor. Erst ab vier Tassen verringerte sich die Gefahr, Zuckerkrankheit zu entwickeln, bei Frauen und Männern deutlich um 30%.

Bei den beiden analysierten Studien handelt es sich um die legendäre Nurses Health Study mit 84.276 Frauen sowie der Health Professional Follow-Up Study mit 41.934 Männern.
Es sind reine Beobachtungsstudien, die kein Ursache-Wirkung-Verhältnis nachweisen.

Dennoch bieten die Wissenschaftler Erklärungen, weshalb Kaffee möglicherweise Diabetes vorbeugt: Kaffee regt den Stoffwechsel an und kann deshalb zum Abbau von Kohlenhydraten und Fetten beitragen.

Denkbar wäre auch, dass die im Kaffee enthaltenen Antioxidanzien («Radikalfänger») und Mineralstoffe - Kalium sowie Magnesium - den Glukosestoffwechsel stimulieren.

Entkoffeinierter Kaffee kann ebenfalls das Diabetesrisiko senken - wenn auch in geringerem Maße als richtiger Kaffee. Tee dagegen bietet der Studie zufolge keinen Schutz gegen die Zuckerkrankheit.

Trotz des positiven Studienergebnisses darf nicht vergessen werden, dass ein hoher Kaffeekonsum in vielen Fällen auch schädlich sein kann: z.B. bei Bluthochdruck, Magen-Darm-Krankheiten oder einer Schwangerschaft.

Quelle: EGZB/Annals of Internal Medicine (1/2004)

DIABETES-LEXIKON

Begriffserklärung zum Thema Diabetes

Gut zu wissen

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen

Was man wissen sollte ...

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.